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Nachhaltigkeit bei Versandverpackungen beeinflusst Kaufverhalten

Große Online-Händler haben den Trend erkannt: Die Versandkartons von Zalando und Amazon bestehen zu 100 Prozent aus recycelten Materialien, in Finnland senden Kunden leere Versandbeutel zusammengefaltet für einen erneuten Gebrauch wieder zurück, und an der Verwendung neuer Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen wie Pilzen und Pflanzenfasern aus Tomaten wird international geforscht.

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Kartons von Zalando müssen strenge Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. Foto: Zalando SE

VERBRAUCHER WÜNSCHEN SICH NACHHALTIGEN VERSAND
Den ersten Platz auf der Liste der weltweiten Pro-Kopf-Paketzustellung macht China niemand streitig. Allein in Peking und Shanghai liegt die Zahl hier bei 70 Stück jährlich. Mit einigem Abstand, dennoch als Nummer zwei, folgt bereits Deutschland mit 24 Paketen, dicht dahinter liegen Großbritannien und die USA mit 22 bzw. 21 Paketen. Nach einer Studie der Unternehmensberatung PWC unter deutschen Verbrauchern sprechen sich drei Viertel der Befragten für ein Mehrwegsystem bei Versandverpackungen aus. Über zwei Drittel wären bereit, dafür ein Pfand von durchschnittlich etwa 2,50 Euro zu entrichten. 93 Prozent wünschen sich Verpackungen, die sich gut recyceln lassen.

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In einer vierwöchigen Testphase dürfen 10.000 Kunden von Zalando Mehrweg-Versandtaschen testen. Foto Zalando SE

Zalando setzt auf nachhaltige Versandverpackungen
Nach einer Logistik-Studie des Onlinehandelsverbands Händlerbund haben erst 38 Prozent von 513 befragten Online-Händlern nachhaltigere Verpackungen eingeführt. Einer davon ist Zalando. Das Unternnehmen nimmt mit seiner Nachhaltigkeitsstrategie eine Vorreiterposition in Deutschland ein. Im Bestreben, innerhalb Europas zur führenden Plattform für nachhaltige Mode zu werden, stellt Zalando die Verpackung in den Vordergrund. Als zentrale Rolle beim E-Commerce sollen bei den Versandboxen sowohl CO2 und Abfall eingespart, als auch die aktuellen Kunststoffbags für Beauty-Produkte auf wiederverwertbares Papier umgestellt werden.
Textilien werden bereits jetzt in dünne Schutzhüllen aus über 60 Prozent recyceltem Kunststoff verpackt. Nach eigenen Angaben hat Zalando so seinen Verbrauch an nicht recyceltem Kunststoff innerhalb eines Jahres um fast 626 Tonnen reduzieren können. Bis 2020 sollen alle von Zalando selbst produzierten Verpackungen zu 100 Prozent nachhaltig sein, mit Partnern wollen sie dieses Ziel mittelfristig erreichen.

Zudem startet Zalando noch im September 2019 eine vierwöchige Testphase zum Produktversand in wiederverwendbaren Verpackungen. Rund 10.000 Kunden in Finnland, Norwegen, Schweden und Dänemark erhalten in diesem Zeitraum ihre Bestellungen in Versandtaschen, die sie später wieder abgeben und die so immer wieder genutzt werden können. So wird Verpackungsmüll reduziert und CO2 eingespart.
Hermes-Paketbote

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Beim Versandhändler Otto bestehen die Versandtüten zu 80 Prozent aus recycelten Kunststoffen. Foto: Otto

Umweltfreundliches Versandgeschäft bei Online-Händlern
In den USA werden allein von Ebay täglich 1,5 Millionen Verpackungen verschickt. Amazon kam im Jahr 2017 weltweit auf geschätzte 3,3 Milliarden Versandverpackungen. Der Onlineriese nutzt zu 100 Prozent recycelbare Verpackungen und konnte so zwischen 2009 und 2017 mehr als 244.000 Tonnen Verpackungsmaterial einsparen.

Auch Otto beschäftigt sich mit dem Thema nachhaltiger Versandverpackungen. Für seine Kartons verwendet das Versandhaus ausschließlich FSC-zertifizierte Materialien. Damit garantiert das Unternehmen, dass das verwendete Holz aus vorbildlich bewirtschafteten Wäldern stammt. Dabei steht das FSC-Recycling-Zeichen steht für Produkte, die ausschließlich Recyclingmaterial beinhalten, beim FSC-Mix werden zur Produktion sowohl Recyclingmaterial, als auch Material aus kontrollierten Quellen verwendet. Die Versandtüten von Otto bestehen zu 80 Prozent aus recyceltem Kunststoff.

Natürliche Rohstoffe für nachhaltige Versandkartons
Europaweit gaben bei der European Consumer Packaging Perceptions Studie vom Oktober 2018 rund 75 Prozent der befragten Konsumenten an, ihre Kaufentscheidung auch von der Nachhaltigkeit der Verpackung abhängig zu machen. In Deutschland soll auch das seit dem 1. Januar 2019 geltende Verpackungsgesetz zu einer höheren Recyclingquote beitragen. International wird an biologisch abbaubaren Verpackungsmaterialien aus nachwachsenden Rohstoffen geforscht. Unter anderem werden aus fadenförmigen Pilzzellen oder Resten von Tomatenpflanzen kompostierbare Verpackungen. Derzeit allerdings wird das umweltfreundliche Material in erster Linie für Blumentöpfe oder Besteck produziert, Versandkartons sollen folgen. Andere Unternehmen setzen beim Verpacken auf Polsterkissen aus Gras oder Altkartons.

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Polsterkissen aus Altkartons. Foto: karopack

 

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